Grundsteinlegung für die Sanierung und Erweiterung der Erich Kästner-Schule in Stockelsdorf

Mit der feierlichen Grundsteinlegung am 27. Oktober 2026 um 13 Uhr wurde ein wichtiger Meilenstein für die Sanierung und Erweiterung der Erich Kästner-Schule (EKS) in Stockelsdorf gesetzt. Mit dem Bauvorhaben stellt die Gemeinde die Weichen für einen modernen, flexiblen und zukunftsfähigen Lern- und Lebensort, der den steigenden Schülerzahlen, den pädagogischen Anforderungen und dem wachsenden Bedarf an Ganztagsbetreuung gerecht wird.

Die Grundsteinlegung fand in Anwesenheit zahlreicher Schülerinnen und Schüler der Erich Kästner-Schule statt. Den Grundstein legten Bürgermeisterin Julia Samtleben und Bürgervorsteher Manfred Beckmann gemeinsam mit den Kindern. Für die Mädchen und Jungen war es ein ganz besonderes Erlebnis, diesen wichtigen Moment für ihre Schule aktiv mitzugestalten.


Bevor die erste Ladung Mörtel auf der Zeitkapsel landete, hinterließen die Kinder ihre Fingerabdrücke darauf. So entstand ein ganz persönlicher Gruß aus der Gegenwart an die Zukunft  und eine bleibende Erinnerung daran, dass die Kinder von heute die Schule von morgen mitprägen.

Unter den Gästen waren außerdem Vertreterinnen und Vertreter der beschlussfassenden Ausschüsse und der Gemeindevertretung sowie Beteiligte der ausführenden Baufirma, des Architekturbüros und der Planungsbüros. Auch Kolleginnen und Kollegen aus dem Lehrerkollegium der Erich Kästner-Schule nahmen an der feierlichen Grundsteinlegung teil und begleiteten diesen besonderen Moment für die Schulgemeinschaft.

Die Erweiterung und der Umbau der EKS sind aus mehreren Gründen erforderlich. Bereits seit vielen Jahren besteht eine erhebliche Raumnot. Gleichzeitig ist aufgrund der mittelfristig erwarteten Entwicklung der Schülerzahlen von einem steigenden Platzbedarf auszugehen. Die Schule soll daher künftig von einer zwei- auf eine dreizügige Organisation erweitert werden.

Um die notwendigen Baumaßnahmen finanzieren zu können, ist die Gemeinde Stockelsdorf auf Fördermittel aus dem Investitionsprogramm Ganztagsausbau angewiesen. Das Förderverfahren war jedoch von Beginn an mit erheblichen Unsicherheiten verbunden. Bereits der im Oktober 2023 vorgelegte Entwurf der Förderrichtlinie stieß bei den Kommunen auf Kritik. Insbesondere die kurzen Antragsfristen und die vorgesehene Deckelung der Zuschüsse sorgten für Unstimmigkeiten. Erst im Juni 2024 wurden die verbindlichen Fristen bekannt gegeben. Da die Vergabe nach dem Windhundverfahren erfolgte, reichten zahlreiche Kommunen ihre Anträge bereits um Mitternacht bei der IB.SH ein. Die Fördermittel waren innerhalb kürzester Zeit ausgeschöpft, sodass die ursprüngliche Zusage, alle Antragsteller zu berücksichtigen, nicht eingehalten werden konnte.

Erst im März 2026 wurden neue Förderbedingungen bekannt gegeben und zusätzliche Mittel aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ bereitgestellt. Aufgrund der lang anhaltenden Unsicherheit hinsichtlich einer möglichen Bewilligung und der geltenden Förderbedingungen war es für die Gemeinde Stockelsdorf nicht vertretbar, vorzeitig mit den Bauarbeiten zu beginnen. Das finanzielle Risiko war schlichtweg zu hoch.

Zwar wurde die Fertigstellungsfrist von Ende 2027 auf Ende 2029 verlängert, doch bleibt die Umsetzung umfangreicher Bauprojekte für die Kommunen eine Herausforderung. Der Verfahrensverlauf verdeutlicht, wie wichtig verlässliche Förderbedingungen und frühzeitige Planungssicherheit für die Umsetzung dringend benötigter Ganztagsangebote sind.

Eine möglichst frühzeitige Antragstellung war daher entscheidend, um Fördermittel für alle drei Grundschulstandorte in Stockelsdorf zu sichern. Hintergrund ist der gesetzliche Anspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder, der mit dem Ganztagsförderungsgesetz schrittweise eingeführt wird. Ab dem Schuljahr 2026/27 gilt dieser Anspruch zunächst für Kinder der ersten Klassenstufe und wird bis zum Schuljahr 2029/30 auf die Klassenstufen 1 bis 4 ausgeweitet.

Ziel des Bauvorhabens ist es, ausreichend große und zeitgemäß ausgestattete Klassen-, Fach- und Betreuungsräume zu schaffen und die Voraussetzungen für einen funktionierenden Ganztagsbetrieb zu verbessern. Dazu gehört insbesondere eine Mensa, die auf die Anforderungen des ganztägigen Schulalltags ausgelegt ist. Auch die Möglichkeiten zur individuellen Förderung sowie die Aufenthaltsqualität innerhalb des Gebäudekomplexes sollen deutlich verbessert werden.

Die Erweiterung umfasst rund 1.200 Quadratmeter Bruttogeschossfläche, verteilt auf zwei Etagen und zwei Baukörper. Geplant sind neben einer neuen Mensa, ein Musikraum, eine Bibliothek, ein Forscherraum und eine Schulküche, in der die Kinder künftig praktische Erfahrungen beim Kochen sammeln können. Ergänzt wird das Raumangebot durch neue Klassen- und Fachräume sowie die dazugehörigen Nebenräume.

Ein wesentliches Merkmal des Konzepts ist die flexible Nutzung der Räume. Da die Räumlichkeiten im Tagesverlauf grundsätzlich mehrfach genutzt werden, steht den Kindern der gesamte Gebäudekomplex für unterschiedliche Lern-, Förder- und Betreuungsangebote zur Verfügung. So sollen Unterricht, gemeinsames Essen, kreative Aktivitäten, eigenständiges Entdecken und Betreuung sinnvoll miteinander verbunden werden.

Neben der Schaffung zusätzlicher Kapazitäten stehen damit auch die pädagogische Qualität und die Aufenthaltsqualität im Mittelpunkt. Differenzierungsräume ermöglichen eine individuelle Förderung der Kinder und schaffen zusätzliche Möglichkeiten, auf unterschiedliche Lernbedürfnisse einzugehen.

Die Planungen für das Bauvorhaben sind das Ergebnis eines umfangreichen Abstimmungsprozesses. Beteiligt waren die Schulleitung, die Lehrkräfte, die Ganztagsbetreuung mit dem Verein zur Förderung von Kindern „Offener Ganztag an den Grundschulen in Stockelsdorf“ (OGGS e. V.), die Schulsozial- und Jugendarbeit, Schülerinnen und Schüler, Eltern, die Gemeindeverwaltung sowie die politischen Gremien.

Gemeinsam wurden zukunftsfähige Organisationsmodelle und räumlich-pädagogische Konzepte entwickelt. Grundlage bildete eine differenzierte Bedarfsanalyse und Bedarfsplanung, die sogenannte Leistungsphase 0. Zusammen mit der Schulbauberaterin Kirstin Bartels wurde daraus ein auf die tatsächlichen Anforderungen abgestimmtes Raumprogramm erarbeitet.

In der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Sport, Soziales, Schule und Kultiur (JSSSK) am 27. September 2022 wurde das Raumprogramm auf Basis der Konzeptstudie für den Umbau und die Erweiterung der EKS vorgestellt und beschlossen.

Die Gemeindevertretung stimmte am 11. Dezember 2023 der Bereitstellung der für das Bauvorhaben erforderlichen Haushaltsmittel zu. Anschließend wurde die Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH) mit der notwendigen EU-weiten Ausschreibung der Planungsleistungen beauftragt. Die Planungsaufträge wurden im zweiten Quartal 2024 vergeben.

Die bauliche Umsetzung erfolgt in zwei Schritten. Zunächst werden die benötigten zusätzlichen Flächen geschaffen. Anschließend werden die erforderlichen Anpassungen im bestehenden Schulgebäude vorgenommen.

Der erste Bauabschnitt umfasst die Errichtung der beiden Erweiterungsbauten mit den Bauteilen 1 und 2. Die Fertigstellung ist voraussichtlich für Oktober 2027 vorgesehen. Für diesen Abschnitt wird mit einer Bauzeit von rund 16 Monaten gerechnet.

Im zweiten Bauabschnitt wird das Bestandsgebäude unmittelbar im Anschluss umgebaut. Die Arbeiten sollen voraussichtlich weitere zwölf Monate dauern und im Oktober 2028 abgeschlossen sein.

Bürgermeisterin Julia Samtleben: „Ein solches Bauvorhaben gelingt nur, wenn viele Menschen gemeinsam an einem Ziel arbeiten. Ich möchte mich daher herzlich bei allen bedanken, die die Planung und Umsetzung der Erweiterung und Sanierung unserer Erich Kästner-Schule begleiten und unterstützen. Mein besonderer Dank gilt der gesamten Schulgemeinschaft, der Schulleitung, den Lehrkräften, der Ganztagsbetreuung, den Eltern und natürlich den Schülerinnen und Schülern. Ihre Erfahrungen, Ideen und Wünsche sind in die Planung eingeflossen und haben dazu beigetragen, ein Raumkonzept zu entwickeln, das den Bedürfnissen der Kinder gerecht wird. Wir investieren hier nicht nur in ein Gebäude, sondern vor allem in die Zukunft unserer Kinder und in einen Lern- und Lebensort, an dem sie sich wohlfühlen und bestmöglich entwickeln können.“

Die Erweiterung und Sanierung der Erich Kästner-Schule ist zugleich ein wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung der schulischen Infrastruktur in Stockelsdorf. Um die Kommunen bei der Umsetzung des Ganztagsanspruchs zu unterstützen, hat das Land Schleswig-Holstein eine entsprechende Fördermaßnahme beschlossen. Die Gemeindeverwaltung hat in diesem Rahmen Förderanträge für alle drei Stockelsdorfer Grundschulen gestellt.

Auch die Erweiterungen der beiden weiteren Grundschulen sind in den Haushaltsplanungen berücksichtigt. Für deren Umsetzung sind noch die entsprechenden Beschlussfassungen der zuständigen Gremien erforderlich.

„Mit der Grundsteinlegung schlagen wir ein neues Kapitel für die Erich Kästner-Schule auf. Wir schaffen einen Ort, an dem Kinder auch in Zukunft bestmögliche Bedingungen zum Lernen, Entdecken und gemeinsamen Aufwachsen finden. Besonders schön war es, die Zeitkapsel gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern einzumauern und sie damit aktiv an diesem besonderen Moment teilhaben zu lassen. Die Zeitkapsel haben wir mit persönlichen Grußworten, einer aktuellen Tageszeitung, Bauzeichnungen, einem Presseartikel zur Förderantragstellung und Fotos bestückt. Ein kleiner Schutzengel soll dabei symbolisch über die heutige und die kommende Schulgemeinschaft wachen. Dass die Kinder vor dem Einmauern ihre Fingerabdrücke auf der Zeitkapsel hinterlassen haben, macht diesen Augenblick zu etwas ganz Persönlichem. Ihre Abdrücke sind ein besonderer Gruß aus der Gegenwart an die Zukunft und verbinden die heutige Schulgemeinschaft mit den kommenden Generationen, die in den neuen Räumen lernen, entdecken und gemeinsam aufwachsen werden“, freut sich Bürgermeisterin Julia Samtleben über den besonderen Moment.

Hilfe zur Barrierefreiheit

  • Allgemein

    Wir sind bemüht, unsere Webseiten barrierefrei zugänglich zu gestalten. Details hierzu finden Sie in unserer Erklärung zur Barrierefreiheit. Verbesserungsvorschläge können Sie uns über unser Feedback-Formular Barriere melden zukommen lassen.

  • Schriftgröße

    Um die Schriftgröße anzupassen, verwenden Sie bitte folgende Tastenkombinationen:

    Größer

    ⌘command
    +

    Kleiner

    ⌘command
    –

    Größer

    Strg
    +

    Kleiner

    Strg
    –
  • Tastaturnavigation

    Verwenden Sie TAB und SHIFT + TAB, um durch nächste / vorherige Links, Formularelemente und Schaltflächen zu navigieren.

    Verwenden Sie ENTER, um Links zu öffnen und mit Elementen zu interagieren.

  • Kontrastmodus

    Drücken Sie die folgende Tastenkombination, um den Kontrast zu verringern bzw. zu vergrößern:

    Vergrößern

    ⌃control
    ⌥option
    ⌘command
    .

    Verringern

    ⌃control
    ⌥option
    ⌘command
    ,
    Hinweis: Die Kurzbefehle müssen in den Systemeinstellungen des Betriebssystems aktiviert sein.

    Drücken Sie die linke ALT-TASTE + linke UMSCHALTTASTE + DRUCK, um den Modus für hohen Kontrast schnell ein- oder auszuschalten.

  • Farben umkehren

    Drücken Sie folgende Tastenkombination, um die Farbumkehrung ein- und auszuschalten:

    ⌃control
    ⌥option
    ⌘command
    8
    Hinweis: Die Kurzbefehle müssen in den Systemeinstellungen des Betriebssystems aktiviert sein.

    Aktivieren Sie zuerst die Bildschirmlupe und schalten Sie dann die Farbumkehrung mit folgenden Tastenkombinationen ein und aus:

    1. Bildschirmlupe

    +

    2. Farben umkehren

    Strg
    Alt
    I
  • Bildschirmlupe

    Drücken sie folgende Tastenkombinationen, um die Bildschirmlupe zu verwenden:

    Ein-/ausschalten

    ⌥option
    ⌘command
    8

    Ansicht vergrößern

    ⌥option
    ⌘command
    =

    Ansicht verkleinern

    ⌥option
    ⌘command
    –
    Hinweis: Die Kurzbefehle müssen in den Systemeinstellungen des Betriebssystems aktiviert sein.

    Einschalten / Ansicht vergrößern

    +

    Ansicht verkleinern

    –