Im Mittelpunkt der Versammlung stand der Rückblick auf das Berichtsjahr 2025.
Zu den Ehrengästen zählten unter anderem die Bürgermeisterin der Gemeinde Stockelsdorf, Julia Samtleben, Bürgervorsteher Manfred Beckmann sowie der Beisitzer des Kreisfeuerwehrverband Ostholstein, Sven Asmußen.
Nach der Eröffnung der Versammlung, der Feststellung der Beschlussfähigkeit und einer gemeinsamen Totenehrung stärkten sich die Anwesenden bei einem gemeinsamen Abendessen, bevor der Wehrführer seinen Jahresbericht präsentierte.
Die 55 aktiven Mitglieder sowie 11 Zweitmitglieder der Wehr rückten im Jahr 2025 zu insgesamt 92 Einsätzen aus. Hinzu kamen acht Einsätze der in Stockelsdorf stationierten Gefahrgut-Erkundungseinheit des Löschzug-Gefahrgut Ostholstein. Der letzte Einsatz des Jahres führte die Einsatzkräfte in der Silvesternacht kurz vor Mitternacht zur Unterstützung bei einem Großbrand nach Ratekau.
Neben mehreren Verkehrsunfällen stellte insbesondere der Dachstuhlbrand im Parkweg im August 2025 einen der größeren Einsätze dar. Hier bewiesen die Einsatzkräfte erneut ihre Professionalität und Schlagkraft.
Ein besonderes Highlight des Jahres war die Indienststellung des neuen Löschfahrzeuges LF 20 im Mai 2025. Nach mehrjähriger Planungsphase konnte das 320 PS starke Fahrzeug im April beim Hersteller in Bayern durch die Arbeitsgruppe „Löschfahrzeug“ abgeholt werden. Die offizielle Übergabe erfolgte durch Bürgermeisterin Julia Samtleben im Beisein zahlreicher Gäste. Die umfangreiche Einweisung und Ausbildung an dem neuen Fahrzeug und seiner modernen Ausstattung nahm im weiteren Jahresverlauf viel Zeit in Anspruch.
Auch abseits des Einsatzgeschehens engagierte sich die Feuerwehr intensiv für das Gemeindeleben. Zu den Veranstaltungen zählten unter anderem der Kindersachen-Flohmarkt im September, der Laternenumzug im November, das traditionelle Maibaumaufstellen am 1. Mai, die Begleitung des Schützenfestumzuges, die Unterstützung der Kinder-Uni Stockelsdorf sowie eine Veranstaltung im Rahmen der Ferienpass-Aktion der Gemeinde.
Darüber hinaus beteiligte sich die Wehr aktiv an der Gestaltung des Volkstrauertages und leistete damit einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur der Gemeinde.
Die kontinuierliche Aus- und Fortbildung bleibt ein zentraler Baustein der Feuerwehrarbeit. Besonders hervorzuheben sind ein Erste-Hilfe-Kurs im April mit über 20 Teilnehmenden sowie ein Seminar zum Anschlagen von Lasten und zum Einsatz einer maschinellen Zugeinrichtung im November für die Maschinisten der Wehr.
In ihrem Grußwort würdigte Bürgermeisterin Julia Samtleben die außergewöhnliche Einsatzbereitschaft der Feuerwehr:
„Was ihr leistet, ist alles andere als selbstverständlich. Ihr seid jederzeit da, bei Tag, bei Nacht, an Wochenenden und Feiertagen. Ihr steht für Sicherheit, Verantwortung und gelebtes Ehrenamt.“
Sie betonte zudem die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Verwaltung und Politik sowie die große Bedeutung der Feuerwehr für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Gemeinde. Ein besonderer Dank galt neben Wehrführer Christoph Dornheim auch seinem Stellvertreter René Rieckermann: „Ihr führt diese Wehr mit Augenmaß, mit Klarheit und mit einem beeindruckenden Verantwortungsbewusstsein. Ihr seid nicht nur organisatorische Köpfe, sondern auch Vorbilder in Haltung, Engagement und Kameradschaft. Ebenso danke ich dem gesamten Vorstand für die kontinuierliche, oft im Hintergrund geleistete Arbeit, die den starken Rückhalt eurer Wehr erst möglich macht“, so Julia Samtleben weiter.
Im Rahmen der Versammlung wurden anschließend folgende Kameradinnen und Kameraden befördert: Sandy Lehnert und Lorenz Bendorf zur Feuerwehrfrau bzw. zum Feuerwehrmann, Tim Schrader zum Hauptfeuerwehrmann (zwei Sterne) und Nathalie Hoeck zur Hauptfeuerwehrfrau (drei Sterne).
Für langjährige Mitgliedschaft wurden Torben Guth, Lukas Knorst und Henri Reimer für 10 Jahre, Lucas Fischer und Ferenc Scheel für 20 Jahre und York Heger für 30 Jahre geehrt.
Zwei engagierte Kameraden prägen seit vielen Jahren maßgeblich die Arbeit der Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf und erhielten für besondere und langjährige Verdienste das Feuerwehr-Ehrenkreuz Schleswig-Holstein in Bronze.: Löschmeister Bernd Visser und Löschmeister Daniel Wriggers.
Bernd Visser trat am 28. Februar 1986 in die Feuerwehr Stockelsdorf ein. Berufs- und wohnortbedingt verließ er die Wehr im Oktober 1987, kehrte jedoch am 9. Juli 1999 zurück. Seitdem ist er eine feste und verlässliche Größe innerhalb der Wehr. Neben zahlreichen feuerwehrtechnischen Lehrgängen und seiner langjährigen Tätigkeit als Atemschutzgeräteträger übernimmt er seit dem 21. Januar 2005 ununterbrochen das Amt des Kassenwarts. Als Vorstandsmitglied trägt er damit eine besondere Verantwortung. Mit seiner ruhigen und sachlichen Art leistet Bernd Visser einen wichtigen Beitrag zu einer konstruktiven Vorstandsarbeit und zu einem kameradschaftlich geprägten Miteinander.
Auch Löschmeister Daniel Wriggers blickt auf ein langjähriges Engagement zurück. Am 2. September 1992 trat er in die Jugendabteilung der Gemeindefeuerwehr ein und wechselte am 3. Februar 1998 in die Einsatzabteilung der Feuerwehr Stockelsdorf. Seit 2013 ist er als Gerätewart tätig und trägt in dieser Funktion entscheidend zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft bei. Beim Neubau des Feuerwehrhauses engagierte sich Daniel Wriggers weit über das übliche Maß hinaus und trug maßgeblich zum erfolgreichen Verlauf des Projekts bei. Darüber hinaus wirkt er seit 2009 als stellvertretender LZG-Gruppenführer in der Erkundungsgruppe Stockelsdorf mit und bringt seine umfangreichen EDV-Kenntnisse seit 2003 in verschiedenen Bereichen ein, aktuell als Administrator des Systems „Fox-112“. Seit 2013 ist er zudem Mitglied der Führungsgruppe der Gemeindefeuerwehr Stockelsdorf.
Beide Kameraden haben sich in vielfältiger Weise um das Feuerwehrwesen in Stockelsdorf verdient gemacht und stehen beispielhaft für Engagement, Verantwortungsbewusstsein und gelebte Kameradschaft.
Wehrführer Christoph Dornheim fasste das Jahr 2025 abschließend zusammen und dankte allen Kameradinnen und Kameraden, deren Familien sowie den Unterstützern aus Politik und Verwaltung und blickte zuversichtlich auf die kommenden Aufgaben.
Mit dem traditionellen Leitspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ endete eine harmonische und von großer Wertschätzung geprägte Jahreshauptversammlung.
