Jahreshauptversammlung der Gemeindefeuerwehr Stockelsdorf - Bewegende Worte des 95jährigen Löschmeisters Otto Schöning erfüllen den Raum mit Dankbarkeit und Stolz

Besonders willkommen hieß er Bürgervorsteher Manfred Beckmann sowie Bürgermeisterin Julia Samtleben. Aus der Gemeindeverwaltung nahmen der Fachbereichsleiter Ordnung und Sicherheit Stefan Köhler, Fachdienstleiterin Ute Wetendorf sowie die für die Feuerwehr zuständigen Kolleginnen Sandra Schemainda und Cathleen Teege teil.

Ebenfalls begrüßt wurden die Fraktionsvorsitzenden Hartmut Hamerich (CDU), Karl-Ludwig Tretau (SPD), Gerald Tretow (Bündnis 90/Die Grünen), Peter Hinzmann (FDP), Helmut Neu (UWG) und Renate Wentorf (BfB).

Aus Kirche, Vereinen und Hilfsorganisationen, dem Bürgerverein Stockelsdorf, dem SV Dissau, dem Schützenverein Stockelsdorf, der BRH Rettungshundestaffel Schleswig-Holstein Ost sowie dem DRK Ortsverein Stockelsdorf waren Vertreter anwesend.

Weiterhin nahmen der stellvertretende Dienststellenleiter der Polizeistation Stockelsdorf Christoph Münzel, Vertreter des Kreisfeuerwehrverband Ostholstein mit dem stellvertretenden Kreiswehrführer Lars Wellmann und Beisitzer Sven Asmussen sowie benachbarte Gemeinde- und Ortswehrführer an der Versammlung teil. Darüber hinaus begrüßte Lars Schöppich die beiden Ehrengemeindewehrführer der Gemeinde Stockelsdorf Peter Dornheim und Günter Volgmann sowie die Ortswehrführer und die Kameradinnen und Kameraden aller Abteilungen der elf Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde.

Für die musikalische Begleitung des Abends sorgte der Feuerwehrmusikzug, der der Veranstaltung einen festlichen Rahmen verlieh.

Der Feuerwehrmusikzug hat die Jahreshauptversammlung musikalisch begleitet

 

Ein besonderer Dank galt dem DRK Ortsverein Stockelsdorf, der für das leibliche Wohl gesorgt hat.

Zu Beginn der Versammlung wurde in würdigem Rahmen der verstorbenen Kameraden gedacht. Die Totenehrung übernahm Kameradin und Pastorin Brigitte Mehl, die mit einfühlsamen Worten an die Verstorbenen erinnerte.

Dann blickte Gemeindewehrführer Lars Schöppich in seinem Jahresbericht auf zahlreiche Einsätze, intensive Ausbildungsmaßnahmen, wichtige Investitionen und eine stabile Mitgliederentwicklung zurück. Ein arbeitsreiches und zugleich erfolgreiches Jahr liegt hinter der Gemeindefeuerwehr Stockelsdorf.

Dank engagierter Mitgliederwerbung in allen Ortswehren zählt die Gemeindefeuerwehr aktuell 376 aktive Kameradinnen und Kameraden. Ein bedeutender Baustein für die Nachwuchsgewinnung sind neben der Jugendfeuerwehr auch die Kinderabteilungen, die derzeit bei der Freiwillige Feuerwehr Klein Parin/Pohnsdorf sowie der Freiwillige Feuerwehr Eckhorst bestehen. Den Initiatoren und Betreuern dieser wichtigen Nachwuchsarbeit galt ein ausdrücklicher Dank.

Auch die Jugendfeuerwehr bleibt eine tragende Säule. Unter der Leitung von Gemeindejugendwart Alexander Wehowsky werde hervorragende Arbeit geleistet, die regelmäßig junge Menschen in die Einsatzabteilungen führe.

Um die Einsatzkräfte auf bestmöglichem Ausbildungsstand zu halten, wurden 2025 zahlreiche Lehrgänge, Fortbildungen und Übungen absolviert. Insgesamt nahmen Kameradinnen und Kameraden der Gemeindefeuerwehr an 278 Lehrgängen auf Kreis- und Landesebene teil. Hinzu kamen Ausbildungsdienste auf Gemeindeebene sowie regelmäßige Übungsdienste in den Ortswehren.

Ein besonderes Highlight war eine Atemschutz-Fortbildung von der Firma Röser in Bad Schwartau, organisiert durch die Freiwillige Feuerwehr Bad Schwartau-Rensefeld, der für die hervorragende Organisation gedankt wurde. Die Firma Röser ist dafür extra mit Brandübungscontainern angereist.

Realitätsnahe Alarmübungen ergänzten das Ausbildungsjahr: Im April organisierten Kameraden der Freiwillige Feuerwehr Mori eine groß angelegte Übung in der Ahrensböker Straße mit mehreren beteiligten Wehren. Eine weitere Einsatzübung wurde durch Kameraden der Freiwillige Feuerwehr Dissau und der Freiwillige Feuerwehr Curau vorbereitet, bei der unter winterlichen Bedingungen ein Wohnhausbrand simuliert wurde.

Die intensive Ausbildung zahlte sich aus: Insgesamt bewältigten die Feuerwehren 245 Einsätze im eigenen Ausrückebereich sowie 61 Einsätze im Rahmen der nachbarlichen Löschhilfe. Schwerpunkte bildeten Kleinbrände, Türöffnungen und Unwettereinsätze.

Gemeindewehrführer Lars Schöppich begrüßte über 150 Delegierte und Gäste auf der Jahrenshauptversammlung 2026


Zwei Einsätze bleiben besonders in Erinnerung: Am 23. Februar 2025 geriet in Pohnsdorf ein Wohnmobil in Brand. Im weiteren Verlauf explodierte eine Gasflasche, das Feuer griff auf ein benachbartes Einfamilienhaus über. Fünf Ortswehren der Gemeinde sowie die Freiwillige Feuerwehr Bad Schwartau-Rensefeld waren im Einsatz.

Am 19. August 2025 wurde die Feuerwehren der Gemeinde zu einem Dachstuhlbrand im Parkweg alarmiert. Aufgrund der Dachkonstruktion gestalteten sich die Löscharbeiten langwierig. Sämtliche Ortswehren waren entweder direkt im Einsatz oder stellten den Grundschutz sicher.

Eine moderne Ausstattung bleibt Grundlage für erfolgreiche Gefahrenabwehr. 2025 konnten ein neues Löschfahrzeug LF 20 für die Freiwillige Feuerwehr Stockelsdorf sowie ein Mannschaftstransportwagen für die Jugendfeuerwehr in Dienst gestellt werden.

Kurz vor der Auslieferung stehen zudem ein LF 20 für die Feuerwehr Mori sowie ein Mittleres Löschfahrzeug (MLF) für die Freiwillige Feuerwehr Malkendorf.

Gleichzeitig besteht bei einigen Feuerwehrhäusern dringender Handlungsbedarf. Verwaltung und Politik haben im vergangenen Jahr die Weichen für zwei Neubauten gestellt. Diese Investitionen seien notwendig und sinnvoll, um Sicherheit und zeitgemäße Arbeitsbedingungen zu gewährleisten.

Ein ausdrücklicher Dank galt Bürgermeisterin Julia Samtleben für ihren Einsatz zugunsten der Feuerwehren, ebenso dem Fachbereichsleiter Stefan Köhler und seinem Team für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Auch der Kommunalpolitik wurde gedankt, die trotz angespannter Haushaltslage die erforderlichen Mittel für die Sicherheit der Bevölkerung bereitstellt.

Würdigung erfuhren zudem alle unterstützenden Vereine, Verbände und Organisationen, die Feuerwehr Stockelsdorf für die Bereitstellung der Versammlungsräume sowie der DRK Ortsverein Stockelsdorf für die bewährte Zusammenarbeit und Versorgung.

Abschließend dankte Gemeindewehrführer Lars Schöppich seinen beiden Stellvertretern Andrea Kaacksteen und Dr. Markus Dahlke sowie dem gesamten Vorstand der Gemeindefeuerwehr, vor allem aber den aktiven Kameradinnen und Kameraden: „Ohne Euch wäre das alles nicht möglich. Kommt immer gesund von allen Einsätzen und Übungen zurück.“

Mit dem traditionellen Wahlspruch schloss er seinen Bericht: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr.“

Es folgten der Jahresbericht der Jugendfeuerwehr, vorgetragen von dem stellvertretenden Gemeindewehrführer Dr. Markus Dahlke, der Jahresbericht des Feuerwehrmusikzuges, verlesen durch die Musikzugführerin und stellvertretende Gemeindewehrführerin Andrea Kaacksteen und der Bericht des Kassenführers Georg Muus und die Bestätigung einer ordentlich geführten Kasse durch die Kassenprüfer sowie die erforderlichen Beschlussfassungen.

Mit klaren Worten des Dankes und großer persönlicher Verbundenheit hat Bürgermeisterin Julia Samtleben die Jahreshauptversammlung der Gemeindefeuerwehren begleitet. In ihrer Funktion als Verwaltungschefin, aber auch als Mitglied der Feuerwehr, betonte sie die besondere Bedeutung dieses Abends: „Der Austausch mit Euch ist für mich keine Formalität, sondern eine Herzensangelegenheit.“

Zu Beginn überbrachte sie die Grüße des Bürgervorstehers Manfred Beckmann und seinen ausdrücklichen Dank an alle Kameradinnen und Kameraden ausrichten ließ. Diesen Dank unterstrich die Bürgermeisterin im Namen der gesamten Gemeindevertretung und Verwaltung ausdrücklich: Die Feuerwehren sorgten Tag für Tag dafür, dass sich die Bürgerinnen und Bürger sicher fühlen können, eine Verantwortung, die mit großer Verlässlichkeit getragen werde.

Ein besonderer Dank galt auch dem Verwaltungsteam, das im Hintergrund Organisation, Beschaffung und Abstimmungen koordiniert und damit die Grundlage für eine leistungsfähige Feuerwehr schafft.

Hervor hob Julia Samtleben zudem die Arbeit des Gemeindewehrführers Lars Schöppich, der sich im vergangenen Jahr intensiv um den politischen Dialog bemüht habe. Insbesondere bei der umfangreichen Jahresbestellung der Feuerwehren habe er aktiv den Austausch mit den Fraktionen gesucht, Bedarfe transparent erläutert und damit eine wichtige Basis für fundierte kommunale Entscheidungen geschaffen.

Rückblickend bezeichnete die Bürgermeisterin das vergangene Jahr als vergleichsweise ruhig, was sich aber nicht auf die Einsätze bezog. Sie betonte jedoch, dass diese Ruhe kein Zufall sei. Sie sei das Ergebnis guter Abstimmung, klarer Strukturen und einer gelebten Kameradschaft in allen Ortswehren. „Nicht Einzelne tragen die Feuerwehr, nur gemeinsam sind wir stark“, so ihre zentrale Botschaft.

Dass die Zusammenarbeit im Ernstfall funktioniert, hätten mehrere Einsätze eindrucksvoll gezeigt: das Feuer in Pohnsdorf im Februar 2025, der Brand im Parkweg sowie ein Garagenbrand Ende Januar 2026. Hier habe sich die Professionalität und die gute Abstimmung der Wehren, auch unter dem Aspekt der Tagesverfügbarkeit, deutlich bewährt.

Über den Einsatzdienst hinaus leisten die Feuerwehren einen wichtigen Beitrag zum Gemeindeleben. Die bestehenden AED-Gruppen in Mori und in Eckhorst stärken die schnelle medizinische Erstversorgung vor Ort. Zudem engagieren sich die Kameradinnen und Kameraden bei zahlreichen Veranstaltungen wie Schützenfest, Volkstrauertag, Laternenumzügen, Grillfesten, Tannenbaumverbrennen, Neujahrsempfängen und Kinderfesten. Auch bei Unwettereinsätzen und im Krisenmanagement sind sie ein verlässlicher Partner der Gemeinde.

Die Feuerwehren in Stockelsdorf seien insgesamt sehr gut ausgestattet, betonte die Bürgermeisterin. Diese Ausstattung bilde die Grundlage für professionelles und sicheres Arbeiten. Gleichzeitig bestehe insbesondere bei den Gerätehäusern dringender Investitionsbedarf. Noch in diesem Jahr sollen Maßnahmen in Arfrade, Curau und Eckhorst beginnen, ein wichtiger erster Schritt hin zu einer zukunftsfähigen Infrastruktur an allen Standorten.

Abschließend richtete die Bürgermeisterin ihren Dank ausdrücklich an alle Kameradinnen und Kameraden, unabhängig von Funktion oder Amt. Ob im Einsatz, in der Ausbildung, in der Organisation oder in der Jugendarbeit: Jede und jeder Einzelne trage dazu bei, dass das System Feuerwehr funktioniere.

Ein besonders herzlicher Dank galt den Familien, die den Dienst mittragen, auf gemeinsame Zeit verzichten und kurzfristige Einsätze mit Verständnis begleiten. Ebenso würdigte sie die Ehrenmitglieder, die über Jahrzehnte Strukturen aufgebaut, Wissen weitergegeben und die Kameradschaft geprägt haben.

„Bleibt weiterhin so engagiert, so geschlossen und so verantwortungsbewusst, und vor allem: Kommt immer gesund von Euren Einsätzen zurück“, schloss die Bürgermeisterin unter dem Applaus der Versammlung mit dem traditionellen Gruß: „Gut Wehr!“

Im Anschluss überbrachten auch die Fraktionsvorsitzenden der SPD, Bündnis 90 / Die Grünen, FDP und UWG ihre Grußworte und bedankten sich allesamt mit persönlichen Worten für das ehrenamtliche Engagement und die sehr gute Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren in Stockelsdorf. Auch Björn Lüth, der 1. Vorsitzende des DRK Ortsvereins Stockelsdorf, betonte die stets sehr gute Zusammenarbeit in der Blaulichtfamilie und richtete seinen Dank aus.

Der stellvertretende Leiter der Polizeistation Stockelsdorf, Christoph Münzel, bedankte sich in seiner Rede für die vertrauensvolle und verlässliche Zusammenarbeit Hand in Hand mit den Freiwilligen Feuerwehren bei vielen Einsätzen sowie die gute Kommunikation auf Augenhöhe. „Wir alle sind auf Feuerwehr und die Polizei angewiesen und die Bevölkerung kann sich auf beide hundertprozentig verlassen. Feuerwehr und Polizei sind an 365 Tagen im Jahr, 24/7 erreichbar. Tag wie Nacht stehen wir für Einsätze bereit, Seite an Seite. Das ist nicht selbstverständlich und verdient Respekt und Anerkennung. Aber gerade der Respekt für Retter ist leider in Teilen der Bevölkerung abhandengekommen und so gibt es auch immer wieder Nachrichten über Angriffe auch gegen Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren, was ich nur aufs Schärfste verurteilen kann! Ich hoffe, dass dieses Verhalten nicht auch in der Gemeinde Stockelsdorf Einzug hält. Kommt immer gesund von euren Einsätzen nach Hause, ihr werdet gebraucht. Das wünsche ich sowohl euch als auch allen meinen Kolleginnen und Kollegen“, so Christoph Münzel.

Der stellvertretende Kreiswehrführer Lars Wellmann lobte in seiner Rede die Vorbildfunktion der Freiwilligen Feuerwehren in Stockelsdorf.

Und dann kam einer jener seltenen Momente, in denen die Zeit stillzustehen scheint: Als der 95-jährige Löschmeister Otto Schöning aus der Ehrenabteilung der Freiwillige Feuerwehr Obernwohlde das Wort ergriff, wurde es im Versammlungsraum still. Seit 1947 gehört er der Wehr an, beeindruckende 79 Jahre im Dienst für die Gemeinschaft.

Mit fester Stimme und wachem Geist nahm Otto Schöning die Anwesenden mit auf eine Reise durch Jahrzehnte gelebter Kameradschaft, Pflichtbewusstsein und Mut. Er erinnerte sich an die Anfänge nach dem Krieg, als durch den ersten Geräteschuppen noch der Wind pfiff, eine Zeit, in der Ausrüstung knapp war, der Wille zu helfen jedoch umso größer.

Der 95-jährige Löschmeister Otto Schöning aus der Ehrenabteilung der Freiwillige Feuerwehr Obernwohlde sorgte mit seinen Erzählungen für einen ganz besonderen Moment

 

Besonders eindrucksvoll schilderte er den Einsatz während der Sturmflut 1954 in Timmendorfer Strand. Dort sicherten die Kameraden das Seeschlösschen mit Sandsäcken gegen die Naturgewalten. Zwischen Wind und Wasser kam es zu einer Begebenheit, die bis heute in Erinnerung geblieben ist: Als der Wirt des Hauses den erschöpften Feuerwehrmännern den Gang zur Toilette verwehren wollte, stellte sich Otto Schönings Vater – damals Ortswehrführer in Obernwohlde – schützend vor seine Kameraden. Er wies den Wirt entschieden in die Schranken. Die anwesenden Gäste applaudierten spontan und luden die Feuerwehrleute schließlich zu Speis und Trank ein, ein bewegendes Zeichen von Respekt und Dankbarkeit.

Auch bei der verheerenden Sturmflut 1962 in Hamburg zögerte Otto Schöning keinen Moment. Gemeinsam mit seinen Kameraden machte er sich auf den Weg, um zu helfen. Ursprünglich brachten sie Handtücher und Sanitärartikel in die Hansestadt, doch vor Ort wurden sie direkt von der Leitstelle in den Einsatz eingebunden. Sie pumpten vollgelaufene Keller leer, halfen, wo Hilfe dringend gebraucht wurde.

Eine Begegnung aus diesen Tagen ist Otto Schöning bis heute im Gedächtnis geblieben: Eine ältere Dame beobachtete die Arbeiten und fragte neugierig, was Obernwohlde denn für eine Stadt sei. „Ein Dorf mit 290 Einwohnern“, antwortete er. Staunend erwiderte sie: „Und dann habt ihr so ein schönes Feuerwehrfahrzeug?“ Eine kleine Szene, die den Stolz und die Leistungsfähigkeit selbst einer kleinen Dorfgemeinschaft eindrucksvoll widerspiegelt.

Zum Abschluss seiner bewegenden Worte äußerte Otto Schöning einen Herzenswunsch: Im kommenden Jahr, so Gott will, möchte er seine 80-jährige Mitgliedschaft feiern. Kaum hatte er diesen Satz ausgesprochen, erhoben sich alle Anwesenden von ihren Plätzen. Minutenlanger, stehender Applaus erfüllte den Raum, ein Zeichen tiefster Anerkennung, großer Dankbarkeit und ehrlicher Verbundenheit.

Otto Schöning steht wie kaum ein anderer für das, was Feuerwehr ausmacht: Mut, Zusammenhalt, Bescheidenheit und unerschütterliche Hilfsbereitschaft. Sein Lebenswerk ist nicht nur Teil der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Obernwohlde, es ist ein lebendiges Vorbild für kommende Generationen.

Nach einer kurzen Pause ging es dann mit der Wahl des Kassenverwalters weiter. Georg Muus, der sich zur Wiederwahl stellte, wurde mit sehr großer Mehrheit im Amt bestätigt. Zu Kassenprüfern wurden einstimmig Markus Kayser (Freiwillige Feuerwehr Arfrade) und Jannik Palte (Freiwillige Feuerwehr Curau) gewählt.

Germeinde Stockelsdorf
Rund 150 Personen nahmen an der Jahreshauptversammlung der Gemeindefeuerwehr Stockelsdorf teil, davon 85 stimmberechtigte Delegierte der Ortswehren

 

Im feierlichen Rahmen der Jahreshauptversammlung standen aber nicht nur Berichte und Ausblicke auf der Tagesordnung, sondern vor allem die Menschen, die seit Jahrzehnten das Rückgrat der Gemeindefeuerwehren bilden. Bürgermeisterin Julia Samtleben nahm die Ehrungen persönlich vor und würdigte in bewegenden Worten das außergewöhnliche Engagement der anwesenden Jubilare.

Germeinde Stockelsdorf
Die Brandschutz-Ehrenzeichen am Bande in Gold Sonderstufe wurde verliehen an Oberlöschmeister Andreas Dähring, und in Silber an Löschmeister Johannes Hagel, Oberfeuerwehrmann Christian Hapel, Hauptbrandmeister Dr. Markus Dahlke, Oberfeuerwehrmann Soeren Franck und Hauptfeuerwehrmann Eike-Jörn Franck


„Es heißt oft, die Zeit vergehe wie im Flug. Doch wenn man betrachtet, was in 25 Jahren alles geschieht, wird deutlich, wie viel Substanz hinter dieser Zeitspanne steckt“, betonte sie. Drei Kameraden hatten zur Jahrtausendwende den Schritt ins Ehrenamt gewagt und stehen bis heute verlässlich im Dienst der Allgemeinheit.

Mit dem Brandschutz-Ehrenzeichen am Bande in Silber wurden ausgezeichnet Löschmeister Johannes Hagel, Freiwillige Feuerwehr Obernwohlde, Oberfeuerwehrmann Christian Hapel, Freiwillige Feuerwehr Obernwohlde, Hauptbrandmeister Dr. Markus Dahlke, Freiwillige Feuerwehr Mori, Oberfeuerwehrmann Soeren Franck, Freiwillige Feuerwehr Malkendorf und Hauptfeuerwehrmann Eike Jörn Franck, Freiwillige Feuerwehr Malkendorf.

Bürgermeisterin Julia Samtleben überreicht Oberlöschmeister Andreas Dähring von der Freiwilligen Feuerwehr Mori das Brandschutz-Ehrenzeichen am Bande in Gold der Sonderstufe


Bürgermeisterin Samtleben betonte: „25 Jahre ehrenamtlicher Dienst sind keine Selbstverständlichkeit, sie sind ein Geschenk an unsere Gemeinschaft.“

Löschmeister Wilfried Evers von der Freiwilligen Feuerwehr Mori wurde ebenfalls für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt


Mit besonderem Respekt blickte die Versammlung auf jene Kameraden, die seit 50 Jahren und länger Teil der Feuerwehrfamilie sind: Oberlöschmeister Andreas Dähring und Löschmeister Wilfried Evers, beide Freiwillige Feuerwehr Mori und Erster Hauptbrandmeister und Ehrengemeindewehrführer Günter Volgmann, Freiwillige Feuerwehr Malkendorf.

Für 50-jährige außerordentlich engagierter Dienstzeit wurde Ehrengemeindewehrführer Günter Volgmann mit einem Präsentkorb geehrt

 

Für 70 Jahre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr wurde in Abwesenheit der Löschmeister Werner Braun von der Freiwilligen Feuerwehr Dissau mit einem Präsentkorb, den stellvertretend der Ortwehrführer Toni Boddin entgegennahm, geehrt.

Neben den Ehrungen wurden folgende Kameradinnen und Kameraden befördert: Ulric Liepholz zum Hauptfeuerwehrmann***, Benjamin Jaacks, Max Erdmann, Finn Nissen zum Oberlöschmeister, Jana Sievers zur Hauptlöschmeisterin**, Michael Ahrns zum Hauptlöschmeister** sowie Toni Boddin zum Brandmeister.

Der stellvertretende Gemeindewehrführer Dr. Markus Dahlke (links) und der Gemeindewehrführer Lars Schöppich (rechts) beim Anbringen der Dientgradabzeichen anlässlich der Beförderung von Ulric Liepholz zum Hauptfeuerwehrmann

 

In seinem Schlusswort dankte der stellvertretende Gemeindewehrführer Dr. Markus Dahlke allen Kameradinnen und Kameraden für ihren unermüdlichen Einsatz. Ein besonderer Dank galt den Familien, Partnerinnen und Partnern sowie den Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, die das Ehrenamt im Alltag ermöglichen.

Auch Verwaltung und Politik wurden für ihre Unterstützung gewürdigt, etwa bei aktuellen Fahrzeugbeschaffungen sowie bei den geplanten Neubauten der Gerätehäuser in Arfrade und Eckhorst.

„Was uns ausmacht, ist das große Wir“, betonte Dahlke. „Wir sind eine Gemeindefeuerwehr. Wir helfen, wenn wir gebraucht werden, egal wo und egal wem.“

Eine Versammlung, die eindrucksvoll zeigte: Feuerwehr ist mehr als Technik und Einsätze. Sie ist gelebte Gemeinschaft seit Jahrzehnten und weit darüber hinaus.

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