Igel und viele andere Kleintiere sind vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv. Mähroboter erkennen diese Tiere häufig nicht zuverlässig, wodurch es immer wieder zu schweren Verletzungen oder sogar zum Tod der Tiere kommt. Studien zeigen, dass insbesondere bei nächtlichem Einsatz die Zahl der verletzten Igel zunimmt. Viele dieser Arten stehen zudem unter besonderem Schutz des Bundesnaturschutzgesetzes.
Und auch wenn Mähroboter vergleichsweise leise arbeiten, erzeugen sie ein dauerhaftes Summen oder Brummen. Dieses kann insbesondere in den Abend- und Nachtstunden als störend empfunden werden.
Auch aus praktischer Sicht spricht vieles für einen Betrieb am Tag: Gras wächst nachts kaum, sodass das Mähen weniger effektiv ist. Zudem kann Feuchtigkeit durch Tau in den Abend- und Nachtstunden zu unsauberen Schnitten führen und die Technik beeinträchtigen. Tagsüber – bei trockenen Bedingungen – arbeiten Mähroboter effizienter und schonender für den Rasen.
Der Beirat rät daher zu einer klaren zeitlichen Begrenzung:
* Betrieb möglichst zwischen 10:00 und 18:00 Uhr
* Verzicht auf Nachtbetrieb zum Schutz von Tieren
* Rücksichtnahme auf Ruhezeiten in der Nachbarschaft
* Bessere Ergebnisse durch Mähen bei trockenen Bedingungen
„Mit einer einfachen Anpassung der Betriebszeiten können Gartenbesitzerinnen und -besitzer einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz leisten und gleichzeitig ein gutes Miteinander in der Nachbarschaft fördern“, betont der Beirat.
Die Empfehlung versteht sich als praxisnaher Leitfaden für einen verantwortungsvollen Umgang mit moderner Gartentechnik in der Gemeinde Stockelsdorf.

