Vertreter der Firma Isenau stellten dabei die Planungen für einen großflächigen Batteriespeicher vor. Die vorgesehene Projektfläche umfasst rund 22,6 Hektar nordwestlich des Umspannwerks Lübeck-West und ist langfristig für einen Zeitraum von 30 Jahren gesichert.
Im Mittelpunkt der Präsentation standen die Bedeutung von Batteriespeichern für die Energiewende sowie die Vorteile für Netzstabilität, Versorgungssicherheit und die Standortgemeinde. Nach Angaben des Unternehmens können Batteriespeicher überschüssige Energie aus Wind- und Solaranlagen speichern und bei erhöhtem Strombedarf wieder einspeisen. Dadurch würden Stromnetze stabilisiert, Nachfragespitzen abgefedert und fossile Energieträger reduziert.
Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung solcher Anlagen für die Versorgungssicherheit. Batteriespeicher könnten bei Stromausfällen als Reserve dienen und kritische Infrastruktur, Unternehmen sowie Haushalte unterstützen. Zudem trügen sie zur Stabilisierung des Stromnetzes und zur Verringerung von Preisschwankungen bei.
Auch die wirtschaftlichen Auswirkungen für die Gemeinde wurden thematisiert. Laut Isenau könne ein Batteriespeicher mit einer Leistung von 350 Megawatt durchschnittliche Gewerbesteuereinnahmen von rund 3,3 Millionen Euro pro Jahr generieren. Über eine mögliche Betriebsdauer von 25 Jahren ergäben sich damit Einnahmen von mehr als 80 Millionen Euro.
Im Bereich Sicherheit und Brandschutz erläuterte das Unternehmen die geplante Nutzung moderner Lithium-Eisenphosphat-Technologie, die als besonders sicher und weniger störanfällig gelte. Vorgesehen seien automatische Überwachungs- und Löschsysteme innerhalb der Containeranlagen sowie umfassende Sicherheitskonzepte zur lokalen Begrenzung möglicher Störungen. Die örtliche Feuerwehr werde vor Inbetriebnahme entsprechend eingewiesen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf den zu erwartenden Schallemissionen. Nach Angaben der vorgestellten Gutachten würden sämtliche gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte der TA Lärm an den umliegenden Wohngebäuden eingehalten, teilweise sogar deutlich unterschritten. Die hauptsächlichen Geräuschquellen seien Kühlungslüfter; laute Motoren oder dauerhafte Maschinengeräusche entstünden nicht. Die Geräuschentwicklung liege nach Darstellung des Unternehmens teilweise auf dem Niveau eines ruhigen Wohngebietes in der Nacht.
Im Anschluss an die Präsentation nutzten zahlreiche Teilnehmende die Gelegenheit, Fragen zu Themen wie Sicherheit, Lärmschutz, Netzausbau, Flächenverbrauch und langfristigen Auswirkungen für die Gemeinde zu stellen.
Die Gemeinde begrüßte das Interesse an der Veranstaltung und kündigte an, die Öffentlichkeit auch im weiteren Verlauf des Projektes transparent über die nächsten Schritte zu informieren.
